Donnerstag, 01. April 2010

Donnerstag, 01. April 2010
Rodney Bay (St Lucia) 14°05.033‘N, 60°57.479‘W
Es scheint als hätte sich auf der Vanora wieder alles zum Guten gewendet; Chico
geht es wieder super, das Segel ist toll geändert worden, Tina hat eine neue
Digicam und mit den Flecken auf unserem neuen Dinghy ist auch unser „netter Gast“
wieder (nach Hause) verschwunden – kleiner Scherz 😉
Bereits letzte Woche Donnerstag konnten wir uns von der tollen Arbeit der Jungs
von „Grenadine Sails“ in Bequia überzeugen: morgens gebracht und nachmittags
abgeholt. Segel am Vorliek gekürzt und 2 Patches angebracht; das Ganze für gerade
mal 200 ECD (ca. 65 €)! In Martinique hätte diese Arbeit bestimmt das 10 fache
gekostet!
In der Werkstatt nebenan konnten wir noch eine kleine Achse neu drehen lassen,
auf der die Rollen der Reffleinen, hinten am Baum, laufen.
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Beim Bummel durch die Seitenstraßen von Bequia finden wir einen tollen Gemüsestand!
Der Salat wird direkt hinterm Haus geerntet und der Skip genießt so lange eine leckere
„Waternut“.
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Die Waternut hat noch nicht so viel Fruchtfleisch, wie die Kokosnuss, gebildet, somit hat sie noch viel mehr leckeres Coconut-Water. Das dünne, weiche Fruchtfleisch (Jelly) schabt man mit einem Stück der grünen Schale ab – sehr erfrischend!

Am Freitag segeln wir in die Wallilabou Bay auf Saint Vincent. Bzw. wir ankern erst in der Cumberland Bay nebenan und fahren mit dem Dinghy in die Wallilabou. Hier wurden viele Szenen von „Fluch der Karibik“ gedreht und man kann noch einige alte Filmbauten und Requisiten besichtigen – und sich ein wenig in die Dreharbeiten zurückversetzen.
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Wir interessieren uns aber noch mehr für einen kleinen Wasserfall der ganz in der Nähe sein soll. Nach einem kurzen Marsch, die steile Straße entlang, finden wir den auch und genießen bei ca. 31° Lufttemperatur das herrlich frische Bad im Wasserfall.
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Die Bilder sprechen sicher für sich!
Allerdings hat die EU dafür gesorgt, dass bei dem Wasserfall eine Touristeninfo mit Imbiss steht, das Gelände eingezäunt ist und man 2 ECD Eintritt zahlen muss – tolle Idee )-:
Die Cumberland Bay ist ein Ankerplatz wie aus dem Bilderbuch, auch die Boatboys sind lange nicht so aufdringlich wie oft berichtet wird. Carlos ist sogar richtig cool und kennt sich gut aus!
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Allerdings weht in der Bucht kaum ein Lüftchen und vom einfließenden Süßwasserfluss sind sicher jede Menge Moskitos zu erwarten. So setzen wir gegen 16 Uhr die Segel und erreichen nachts um 1 Uhr die Rodney Bay in St Lucia. Wir werden hier übernachten und nach einem morgendlichen Chico-Gassi weiter nach Martinique segeln.
Der Segelschlag nach Saint Anne (Martinique) ist bei ruhiger See und Halbwind mit 3 Bft richtig entspannt.
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Leider hat unsere tolle Lumix T6 Digicam einen Fehler, deshalb haben wir nicht ganz so viele tolle Bilder wie gewohnt.
Am Sonntag verholen wir nach Le Marin, wo wir noch die Linocat treffen. Sie haben Micha´s Zwillingsbruder Andy mit Familie vom Flugplatz abgeholt und segeln heute Richtung Grenadinen los. Die Wiedersehensfreude ist riesengroß, denn wir kennen Andy schon von der ARC, als er bei den Linos mit über den Atlantik gesegelt ist. Wir verabreden uns zum Lobsterdinner in den Tobago Cays!
Da wir unseren Gast noch zum Flugplatz bringen wollen, nehmen wir uns für einen Tag einen Mietwagen. Wir nutzen diese Gelegenheit für eine Inselrundfahrt und stellen fest, dass Martinique eigentlich eine sehr grüne Insel ist.
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Es gibt jede Menge Bananenplantagen über die Insel verteilt; und einen erloschenen Vulkan von dem aus man einen traumhaften Ausblich auf den Nordatlantik oder die Karibik hat. Ein irres Gefühl wenn man weiß, dass man erst vor 3 ½ Monaten über dieses unendlich scheinende Meer hierher gesegelt ist.
Auch den Ort St Pierre finden wir ganz nett, vor allem weil dort am Strand ein Restaurant sogar Elsässer Flammkuchen anbietet! Allerdings glaubt der Skip, dass die geschmacklich nicht mit den leckeren Vanora-Flammkuchen mithalten können.
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Manche Palmen werden auf dem Foto erst richtig interessant!
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Als wir nach Le Marin zurückkommen haben wir noch eine ganz besondere Begegnung: Den „Vespa Club Martinique“! Die italienischen Kultroller hätten wir hier sicher nicht vermutet, doch ums größer ist die Freude als wir die lustige Gruppe beim Tanken treffen.
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Am Montag versuchen wir wieder unser Glück beim Lagoon Service in Le Marin. Aber die benötigten Teile sind noch nicht da, so kann der Techniker wieder nur einige kleine Reparaturen durchführen. Also gehen wir noch zum Leader Price (eine Art franz. Lidl), um uns zu proviantieren, denn Sarah und Simon kommen bald zu Gast – und laden unser Dinghy bis oben hin voll!
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Dann geht’s am Mittwoch zurück nach St Lucia, wo wir wieder in der Rodney Bay vor Anker liegen.
Hinter uns ist heute Nacht die „A“ angekommen, die wohl modernste Privatyacht der Welt. Sie ist ein Philippe Starck design und gehört dem russischen Billionär Andrey Melnichenko.
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Die „A“ ist 119 Meter lang, verfügt über 2 Swimmingpools, große Außenflächen, 6 Gästekabinen und Unterkünfte für 42 Besatzungsmitglieder und kostet ungefähr 200 Millionen englische Pfund!!!

Aber wisst ihr was . . . . . . . wenn wir so auf unserer Vanora sitzen, unser kleiner Chico wieder so frech ist wie eh und je, wir abends wieder einen tollen Fisch fangen oder demnächst die anderen Boote wie die Bagalut oder Linocat treffen, dann wollen wir gar nicht mit Herrn Melnichenko tauschen! Denn eines hat die „A“ nicht – das Vanora Feeling eben!