Dienstag 04.08.09 – Freitag 14.08.09

Dienstag 04.08.09 – Freitag 07.08.2009
Portimao 37°06’,89N 008°31’,48W
Zuerst bitten wir alle unsere Begleiter (die uns an den Computern auf unserer Reise
begleiten) um Verständnis, dass dieser Beitrag etwas später kommt als gewohnt.
Aber durch Tinas Verletzung und der Tatsache, dass wir am 14.08. in Lissabon
unsere neuen Crewmitglieder abgeholt haben, war doch noch einiges zu erledigen.
Die Heilung Tinas Verletzung verläuft gut, auch die zwei Besuche im „Centro de
Saudo“ (das sind die medizinischen Ambulanz Zentren in Portugal) in Portimao, zum
Verbandswechsel, sind zwar abenteuerlich, aber sehr erfolgreich. Zur Belohnung
erlaubt der Skip seinem Humpelbeinchen einen Ausflug ins Kalu, die witzige Beachbar,
die von einem holländischen Worldcup Surfer/Kiter betrieben wird. Hier wird auch
Capoeira am Strand unterrichtet!!
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Hier erfahren wir wieder einiges über Wind, Wetter, Land und Leute.
Nachdem Tina jetzt schon wieder einigermaßen ins Dinghy ein- und aussteigen
kann, können wir am nächsten Morgen wieder in Ferragudo frühstücken und den
Fischern beim Leeren ihrer Netze zuschauen.
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Tatsächlich haben wir in unserem Blog schon einige Sunsets, Sunrises oder
Moonrises gezeigt, aber jetzt kommt noch was Schönes – Moonset, wenn der
Mond am frühen Morgen hinter der Mole von Portimao versinkt – wow!
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Am Freitag wollen wir einkaufen und „Centro de saudo“ kombinieren, allerdings
hatten wir nicht damit gerechnet, dass es diesen Sommer absolut keine Miet
-wagen mehr an der Algarve gibt, weil die Rent-a-car Firmen aus Angst vor den
Folgen der Wirtschaftskrise dieses Jahr zu wenig neue Fahrzeuge gekauft haben.
Da wir auch noch einige Sachen vom Baumarkt und von Decathlon besorgen
müssen, wird das Ganze mit Bus, Taxi, Dinghy und verletztem Knie eine richtige
Tortur.
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Sonntag 09.08.2009
Portimao 37°06’,89N 008°31’,48W – Sagres 37°00’,16N 008°38’,48W
Heute werden wir uns auf den Weg nach Lissabon machen. (130 Seemeilen)
Gegen Abend wollen wir am Sao Vincente sein und dort übernachten. Beim
Dinghy säubern und festmachen bekommt der Skip Besuch von einem total
verrückten Fisch! Der beißt dem Skip in den Schwamm und treibt Chico zum
Wahnsinn – Witzig!
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Bei Wind mit 4-5 Beaufort aus SW kommen wir zügig voran und es bleibt sogar
Zeit für eine offshore Pediküre auf Vanora Art!
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Tina möchte nicht länger der einzige Patient an Bord sein, deshalb bekommt jetzt
auch Chico einen Verband verpasst, damit sein lädiertes Ohr besser verheilt. (nichts
Schlimmes! hat er öfters, wenn er seine Schlappohren zu stark schüttelt)
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Gegen 16 Uhr passieren wir die Küste von Praia de Luz, was uns etwas nach-
denklich macht; denn hier wurde die kleine Maddie entführt, von der es bis heute
keine Spur gibt. Bei allem was wir bis jetzt in Portugal erlebt haben, können wir uns
kaum vorstellen, wer hier so etwas Schreckliches tun sollte.
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Wir ankern gegen 18 Uhr vor der Praia de Mareta bei Sagres, der letzten Bucht vor
dem Cap. Da es noch früh am Tag ist, nutzen wir die Gelegenheit, um auf die
Klippen zu wandern, wo es einen sagenhaften Ausblick auf Sagres, die Buchten und
den Atlantik gibt.
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Natürlich steht unsere Vanora wieder, wie ein Fotomodel, im blauen Wasser und
strahlt mit der Sonne um die Wette.
Zum Abschluss dieses Tages gibt’s auch noch ein leckeres onbord-Barbecue bei
Sonnenuntergang – Vanora Feeling eben!
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Montag 10.08.2009

Sagres 37°00’,16N 008°38’,48W – Sines 37°57’,14N 008°52’,03W
Wir starten gegen 9 Uhr und umfahren das Cap Sao Vincente! Einfach ein toller
Moment, wenn der weite Atlantik vor einem liegt, vor allem, wenn man weiß, dass
man den im November überqueren will.
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Anders als auf der Herfahrt (mit Manfred) wollen wir dieses Mal nicht direkt nach
Lissabon durchsegeln, sondern bei Sines einen weiteren Zwischenstopp einlegen.
Bei 3-5 Meter hohen Wellen und wenig Wind (dafür direkt gegen uns) motoren wir
ziemlich unruhig der Felsküste entlang.
Dann bekommen wir endlich wiedermal Besuch; eine Gruppe von 5 Delfinen
begleitet uns ca. eine halbe Stunde!
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Am Nachmittag halten wir den Atem an, für einen kurzen Moment taucht hinter
unserem Heck der Rücken eines Wales auf! Leider nur zweimal und zu kurz zum
Fotografieren.
Die Silhouette von Sines, mit ihren Industrieschornsteinen, taucht am späten
Nachmittag auf und lässt uns Unschönes ahnen – was unseren nächtlichen Anker-
platz angeht. Jedoch gibt es hinter den Molen einen Fischerhafen, eine kleine
Marina und sogar noch schöne Ankerplätze.
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Dienstag 11.08.2009
Sines 37°57’,14N 008°52’,03W – Setubal 38°29’,65N 008°54’,15W
Sines selbst besuchen wir zum Frühstück – und freuen uns wieder mal über die
schöne Aussicht auf unsere weiße Segelschönheit.
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Die Hafenausfahrt von Sines ist nicht ungefährlich! Dabei macht es sich bezahlt,
dass man die richtigen Reekarten (Imray) und Hafenhandbücher (Reeds) dabei
hat und auch benutzt!
Bereits zwei Stunden später werden wir umzingelt! Eine Gruppe von mindestens
12 Delfinen besucht uns und macht eine Riesenshow!!
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Es scheint als hätten gar nicht alle Platz zwischen den Kufen der Vanora und sie
springen und flitzen über eine Stunde um uns herum – herrlich!
Fast vergessen wir, dass wir heute noch nach Setubal wollen. Da Setubal, ähnlich
wie Olhao, in einer großen Lagune liegt, wollen wir eigentlich vor Anker gehen,
finden aber keinen geeigneten Platz; da wir ja von hier aus mit dem Mietwagen
nach Lissabon fahren wollen, müsste unser Dinghy und die Vanora 1 – 2 Tage
alleine bleiben.
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So entscheiden wir uns für die Marina Troia, die uns per Funk zwar günstige Liege-
platzgebühren verspricht, sie uns aber erst, nachdem Tina schwer verhandeln
musste, auch gibt. Die Marina ist nagelneu und Teil des Troia-Resorts. Auf dieser
Halbinsel die durch Fähren an Setubal angebunden ist, wurde ein komplettes
Feriendomizil neu erbaut. Ultramodern und stylish, aber eben auch dement-
sprechend steril und eigentlich nicht unser Ding! Doch weil wir aber unser Schiff
sicher und bewacht abstellen wollen, letztendlich doch das Richtige.
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Mittwoch 12.08.2009

Setubal 38°29’,65N 008°54’,15W
Der Skip hat Geburtstag!! . . . .und er kann ihn mit Tina auf seiner Vanora feiern –
schöner wurde er wohl noch nie beschenkt. Aber zum ausgiebig Feiern bleibt
heute wenig Zeit, denn wir wollen einen Mietwagen besorgen und nach Lissabon
zum Einkaufen.
Wir setzen mit der Fähre über und müssen dazu, wie erwartet, Chico in eine Art
„Hundetasche“ stecken, das sieht aus – zum Schießen!!
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Mietwagen sind allerdings Fehlanzeige! Mit etwas Glück können wir vielleicht
morgen Einen bekommen. So machen wir uns zu Fuß bei fast 40° auf, um Setubal
zu erkunden.
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Besonders witzig fanden wir den kleinen Laden, in dem man lebende Schnecken
kaufen kann. (sind hier eine Delikatesse)
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Zurück an Bord am späteren Abend hat sogar die sterile Marina Troia noch ein
Geschenk bereit: Sunset Skys – Happy Birthday Skip!!
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Donnerstag 13.08.2009

Setubal 38°29’,65N 008°54’,15W
Na also – es hat doch noch geklappt! Dank den netten Leuten von Real Car und
Guerin bekommen wir für 2 Tage einen Mietwagen und so können wir heute schon
nach Lissabon zum Einkaufen und Morgen unsere neue Crew vom Flugplatz abholen!
Bereits der Weg nach Lissabon lässt die Herzen höher schlagen und dann der Blick
von der Brücke des „25. April“ (heißt so), auf die Marina in der wir vor 2 Monaten
lagen – atemberaubend!
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Wir sind zurück „bon dia Lissboa“!

Morgen werden wir Veronic (Tinas Tochter) und ihre Freundin Svenja abholen, die
2 Wochen mit uns die Algarve entlang segeln – mal sehen was die Zwei von
unserem neuen Leben halten?! Ab Mittwoch werden sie darüber berichten, dann
dürfen sie hier schreiben, was es auf sich hat mit dem – Vanora Feeling!