Mitwoch 17.06.2009 – Freitag 19.06.2009

Lagos 37° 06’,10N 008° 39’,83W

Die Fahrt durch die tiefschwarze Atlantiknacht findet dieses Mal fast ausschließlich unter Motor statt. Wir haben zwar ab und zu Groß- und Vorsegel gesetzt, aber bei maximal 4-6 Kn Wind und auch noch genau von Vorne, müssen halt doch unsere „Yanmars“ ran. Die Nachtwache wird dafür viel angenehmer, da mit jeder Seemeile auch die Temperaturen steigen und barfuss im T-Shirt unter sternenklarem Himmel, lässt sich halt gut Wache halten.

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Das Cab Sao Vicente passieren wir am nächsten Tag um ca. 15.30 Uhr und biegen dann nach backbord ab, immer der schroffen Felsküste der Algarve entlang. Diese Küste ist ein einzigartiges Werk der Natur. Immer wieder finden sich traumhafte kleine Sandbuchten zwischen den Felstürmen, die das Meer über die Jahrmillionen modelliert hat. Einzig die Städte und Dörfer fallen aus dem Rahmen – hier hat der Tourismus Oberhand und es zeigt sich, dass die Architektur der Menschen, selbst die gewaltigsten Bauwerke der Natur verschandeln kann.

Gerade noch rechtzeitig bemerkt der Skip, dass im Log schon wieder eine neuer Grund zum feiern erscheint: 1000 Seemeilen oder 1852 Kilometer sind wir nun schon unterwegs auf der Vanora, unserem neuen Zuhause! Dank Manfred wissen wir jetzt auch schon einiges mehr und freuen uns auf die nächsten 1000 Erfahrungen und Erlebnisse.

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Dann kommt wieder dieser Ruf: Delfine – jetzt hat Manfred die schnellen Flitzer entdeckt und ruckzuck sind wir umzingelt von Ihnen. Der Skip kann Chico gerade rechtzeitig noch festhalten und schon geht das Schauspiel unter unseren Kufen los!! Auch dieses Mal scheint des Gejammer und Gebell unseres Hundes die Delfine zu witzigen Sachen zu animieren und es scheint als würden sie immer wieder zu uns hoch schauen. Nach 10 Minuten ist der Spuk vorbei was unseren Ohren und den Armen des Skips ganz gut tut; einzig Chico steht immer noch auf dem Netz – er möchte doch sooo gerne mitspielen.

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Lagos scheint uns auf den ersten Blick etwas zu tourimäßig, daher ankern wir lieber außerhalb der Marina, wo zwar draufstehender Schwell unsere Segelbeauty heute Nacht etwas aufschaukelt, aber dafür entschädigt der schon obligatorische Vanora-Sunset mit seinen tollen Farben; die selbst diesen Touriort ins schönste Orange legen und mit denen sich die Natur doch wieder als der wahre und perfekte Gestalter präsentiert.

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Donnerstag 18.06.09

Lagos 37° 06’,10N 008° 39’,83W – Cabo Roche 36° 08’,63N 006° 02’,91W

Zum Brötchen holen und Gassi gehen mit Chico, fahren wir mit unserem Dinghy in die Marina ein. Überall stehen schon die Tourifänger bereit, die in Speedbooten mit Achterbahnsitzen den Leuten draußen im Atlantik Delfine und Wale zeigen wollen; wir schmunzeln, angesichts unserer gestrigen Begegnung ;-). Über Nacht sind noch einige Segelboote in die Marina eingelaufen, überall haben sie ihre Segelkleidung und Rettungswesten zum trocknen aufgehängt. Wie wir erfahren sind Sie von den Azoren kommend in einen Sturm geraten, der Sie mit bis zu 40 Kn!! durchgeschüttelt hat. Wir wissen, dass uns dies auch eines Tages passieren wird und freuen uns umso mehr, dass alle Crews trotz allem, heil und gut gelaunt angekommen sind.

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Unser Törn führt uns heute vorbei an Orten wie Portimao, Villamoura, Faro, usw., die Orte scheinen austauschbar, die Natur die sie umgibt ist einzigartig.

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Kurz vor Faro und nur 2 Sm vom Ufer entfernt bekommen wir wieder Besuch von unseren grau-weißen Atlantikflitzern. Es scheint eine Delfinfamilie mit einem sehr großen, sowie 3-4 kleineren Tieren zu sein. Sie jagen und spielen ganz in unserer Nähe.

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Wir gehen am langen einsamen Sandstrand in der Nähe vor Anker, um vor unserem nächsten Schlag Chico nochmals an Land zu lassen. Der Strand ist herrlich und Tina sammelt sensationelle Muschelschönheiten. Dann noch unser 1. Atlantikbad, das Wasser ist hier mit 23°erstaunlich angenehm, anschließend noch eine Dusche auf der Badetreppe und . . . . natürlich Sonnenuntergang!!

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Anker hoch, Kurs setzen, Abendessen auf dem Achterdeck und ein Sundowner – Vanora feeling eben!

Auch diese Nacht fahren wir unter Motor, da wir aber immer nur einen Motor im Einsatz haben, kann in der anderen Kufe sehr ruhig geschlafen werden.

Belohnt werden wir auch heute wieder mit einem purpurnen Himmel, den die Sonne für den nächsten Atlantikmorgen erleuchtet.

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Der Wind nimmt am Vormittag komplett ab und der Atlantik scheint glatt wie ein Badesee. Bei diesen Bedingungen bleibt Zeit für „Büroarbeiten“ oder Hundezahnpflege ala Vanora.

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Da die Angelkünste des Skipps bisher eher mäßig erfolgreich waren, versucht Tina mit dem Netz Krebse zu fangen! Leider ohne Erfolg!!

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Das Cabo Roche können wir früher als geplant passieren und entschließen uns weiter, bis nach Tarifa, zu fahren.