Gästeblock 27.11. – 08.11.2009

hier werden ab und zu unsere Gäste schreiben was Sie so auf der Vanora
erleben! – Diesen Blogeintrag schreibt Beatrice (Trixi)

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Aller guten Dinge sind drei und so sind wir: Friedrich, Trixi, Simon und David der
Einladung des Skips und Tina auf die Vanora sehr gerne gefolgt. Wir wollen auf
der Vanora mit ihnen und gemeinsam mit Veronique die Kanarischen Inseln ansehen
bzw. umsegeln. Am Flughafen in Las Palmas des Cran Canaria erwartet uns bereits
der Skip mit einem Großraumtransporter, da wir nun 6 Personen, Gepäck und das
Windsurf-Equipment der Jungs zum Porto Deportivo de Cran Canaria transportieren
müssen. Bereits auf der Hinfahrt bekommen wir eine erste kleine Stadtrundfahrt
und der Skip fährt mit uns noch zum Surferstrand, wo wir in den Abendstunden
noch einige tolle Moves der Wellenreiter beobachten können. Und dann das Klima…
beim Abflug in Frankfurt/Hahn noch ca. 15°C kalt, empfängt uns die Insel mit
angenehmen 25°C am Abend und einem Geruch, der mich persönlich erahnen lässt,
dass wir Afrika sehr nahe sind. Tina empfängt uns auf der blitzeblank geputzten
Vanora ganz herzlich und jeder Gast erhält von ihr ein kleines Mitbringsel aus
Lanzarote, denn diese Insel werden wir nicht ansehen können, da unsere Zeit
auf der Vanora leider dafür nicht ausreichen wird. Wir werden aber Cran Canaria,
La Gomera, je nach Zeit evtl. El Hiero und zum Abschluss Tenerifa ansteuern.
Von dort aus werden uns dann David und Veronique bereits verlassen, da die
beiden zur Schule müssen und voll in der Vorbereitung fürs Abi stehen. So nützen
die beiden natürlich gleich – ohne viel Zeit zu verlieren – die Zeit zum Schwimmen,
Schnorcheln und natürlich Chillen (im Lazybag!!). Erstmals gibt es Sprünge vom
Dach der Vanora ins türkisblaue Wasser. Auch der Skip stellt sich dieser neuen „
Herausforderung“ und stellt fest, dass man ganz schön lange unterwegs ist bis
man ins 25°C !!! warme Wasser ein taucht.
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In der Bucht von San Augustin verbringen wir einen herrlichen Tag und nach einer
kurzen Nacht starten wir schon um 5.00 Uhr morgens, da Veronique unbedingt
eine Nachtfahrt erleben möchte. Unterwegs begegnet uns eine sehr große
Schildkröte und auch „Schildmöven“. Nach 5 Stunden Fahrt kommen wir bei Mogán
an und ankern in einer schönen Badebucht. Dort gönnen wir uns vor der Überfahrt
nach Tenerifa nochmals alle einen gemütlichen Tag und genießen den warmen
Atlantik, denn um 6.00 Uhr morgens startet die Vanora in Richtung Tenerifa.
Unterwegs sehen wir einige Delfine und kommen am frühen Nachmittag in Punta
Monte Rocha an, wo wir vor Anker gehen. Jetzt schlägt die Stunde unserer
Windsurfer an Bord! Friedrich, Simon und David riggen auf und ab geht’s………..
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Nach einer unruhigen Nacht (da zuviel Schwell) vor Anker bei Los Christianos
entscheiden wir, dass wir am nächsten Tag in der Marina San Miguel anlegen.
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Dort treffen wir auf Micha und Chris mit Familie, die genau wie der Skip und Tina
mit der ARC am 22.11. zur Atlantiküberquerung starten werden.
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Leider müssen uns heute Abend Veronique und David verlassen und starten mit
dem Taxi in Richtung Flughafen Tenerifa-Süd, der nur eine kurze Autofahrt von
der Marina entfernt liegt. Die beiden haben noch eine lange Rückreise vor sich,
4 Stunden Flug und dann wird David von Frankfurt/Hahn aus Veronique bis
Bruchsal fahren und alleine dann die restliche Strecke bis Freiburg noch zurück-
legen. Doch auch die glücklichen „Zurückgebliebenen“ haben eine längere Fahrt
mit der Vanora vor sich. Am 01. November starten wir nach dem Frühstück in
Richtung La Gomera! Wie Micha uns bereits berichtete, ist entlang der Route eine
Herde Pilotwale beheimatet und so haben wir nach rund 2 Stunden Fahrt Glück
und sichten die ersten Wale. Elegant schwimmen diese eher kleinen Wale hier
um die Vanora, wenn auch mit gebührendem Abstand, ein Naturschauspiel dem
wir – fast andächtig- zuschauen dürfen. Tina gelingen ein paar tolle Bilder!
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Plötzlich ändert die Stimmung, Tina holt schnell die Schwimmwesten und Öljacken,
Trixi und Simon werfen sich hastig eine Reisetablette ein, denn der Wind frischt
auf, die Wellen werden höher…… wir nähern uns der Starkwindzone, die zwischen
Tenerifa und La Gomera liegt! Gomera zwar in Sicht, sind es für die „Nicht-
seefahrer“ an Bord aber lange vier Stunden bei 45!! Knoten Wind und ziemlich!!
rauer See. Dank der moralischen Unterstützung von Friedrich überstehen die
beiden „Seekranken“ Trixi und Simon die Überfahrt einigermaßen gut. Allen
Respekt aber vor allem für den Skip, der die Vanora sicher durch die Wellentäler
steuert. Ihm zur Seite – die ganze Zeit über – Tina mit am Steuerstand,
ebenfalls der harten Gischt ausgesetzt. Chapeau! und vielen Dank den beiden.
Für beide auch körperlich eine Herausforderung, die Vanora bei diesem Seegang
zu steuern, sind wir alle froh, dass die Vanora vor Einbruch der Dunkelheit um
18 Uhr in die Hafeneinfahrt von San Sebastian de la Gomera einlaufen kann.
Der Hafen ist pickepacke voll, denn kaum ein Segler hat an diesem Tag, wenn er
nicht unbedingt musste, bei diesem Seegang den Hafen verlassen und so liegen
wir über Nacht im „Dreierpack“ an zwei weiteren Seglern.

La Gomera – die Insel macht die etwas raue Überfahrt aber gleich mehrfach wett!!
Wer einmal hier war, will auf jeden Fall wieder kommen, wer noch nicht hier war,
sollte sich einmal Gomera ansehen! Bei Valle Gran Rey liegen wir an der beein-
druckenden Basaltfelsküste vor Anker. Nach einem erholsamen Tag mit Baden
und Schlafen in Sichtweite einer Finca mit „Meditationszentrum“ genehmigen
wir uns heute ein leckeres Abendessen im Restaurante „Trasmallo“, das Menü f
ür 6 !!! Euro (Danke dem netten Herrn von der Autovermietung für diesen Tip).
Einen leckeren frischen Salatteller, herrlich gegrillten Fisch mit der kanarischen
Spezialität papas arrugados con mochos und dazu einen feinen Rotwein (im Preis
mit inbegriffen!), dazu ein Eis zum Dessert und wirklich freundlichem herzlichen
Service! Wer hier mal vorbeikommt: unbedingt bei „Trasmallo“ essen, besser
kann man es nicht treffen!
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Nach einer Runde Ron con miel und einem Jägermeister für den Chefkoch, gelingt
es dem Skip sogar das Rezept für die leckeren Salzkartoffeln dem Küchenchef zu
entlocken (kleine Kartoffeln in Schale mit Meersalz im Verhältnis 5:1 also 5 Teile
Kartoffeln, 1 Teil grobes Meersalz kochen und lange im offenen Topf ausdampfen
lassen).

Unsere Inselrundfahrt am nächsten Tag beginnt im grünen Valle Gran Rey, ein
einziger Palmen- und Blumenhain in Richtung Garajonay-Nationalpark, ein üppiges
Waldgebiet im Inneren der Insel. Es ist ein faszinierender immergrüner Wald, ein
Lorbeerwald, der dank der hohen Luftfeuchtigkeit durch Nebel gedeiht und zum
Weltkulturerbe erklärt wurde. Im Besucherzentrum Juego de Bolas finden wir viele
Informationen über den Garajonay, Kultur und Tradition von La Gomera.
Besonders beeindruckt sind wir von der hohen Kunst des Bauens der unzähligen
Steinmauern. Eine Handwerkstradition auf Gomera, die über Generationen besteht
und auch heute noch im modernen Straßenbau Anwendung findet. Die Straßen
sind gut ausgebaut, wenig Verkehr und so genießt der Skip seinen „Urlaubstag“
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und lässt sich von Friedrich gemütlich rund um Gomera chauffieren. Zum Abschluss
besuchen wir noch einmal, dieses mal auf dem Landweg, San Sebastian de La
Gomera.
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Dort wollen der Skip und Tina sich auf die Suche nach den Spuren von
Kolumbus machen, der von hier aus zu seiner Reise zur Entdeckung Amerikas
startete. Hier versorgte er seine Karavellen mit Wasser und Proviant. Im Casa
de Colón war er damals untergebracht, in der Kirche betete vor seiner großen
Fahrt. Gänsehaut beim Skip und Tina, denn auch sie werden bald auf große
Fahrt gehen!
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Um im Zeitplan zu bleiben, müssen wir schweren Herzens auf die Inseln El Hiero
und Las Palmas verzichten und steuern zurück nach Tenerifa. Beim Passieren der
„Düse“ kommen wir wieder in raue See und bei einem Reff-Manöver reißt die
Reffleinen-Verankerung des Großsegels aus, was beim Skip natürlich nicht gerade
die beste Laune verursacht. Nach einer kleinen „Odysee“ an der Nordostküste
Tenerifas entlang, landen wir dann doch noch glücklich in der Marina von Santa
Cruz, der Hauptstadt Tenerifas.
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Diese Marina wollten wir eigentlich nicht unbedingt anlaufen, da dies der einzige
Hafen ist, der auf den Kanarischen Inseln die sogenannte Leuchtfeuertax verlangt!
Die nächstliegende Marina Radazul kann unserer Vanora aber keinen Platz anbieten
und so steuert der Skip den Hafen an, der mitten in der Stadt in Laufnähe zur
Fußgängerzone liegt. In unserem Fall eigentlich ideal, denn der Bordelektriker
Friedrich und der Skip wollen hier das Projekt: „Montage der Windgeneratoren“
endlich in die Tat umsetzen.
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Trixi und Tina gönnen sich einen Einkaufsbummel in
der Stadt, viele kleine Läden, tolle Boutiquen, günstige und witzige Mode gibt es
hier. Im Desigual-Laden verbringen wir längere Zeit mit anprobieren und schauen,
auch im Kaufhaus El Cortes Ingles muss öfters die Credit-Card gezückt werden…..
ein weiteres Einkaufstütchen geht immer – O-ton des Skip!